Soso, sagte sie zu mir und blickte hinaus in den Garten. Durch das offene Fenster kam die morgendliche Kälte und der entsprechende Geruch zu uns hinein. Wir saßen am Tisch und tranken Kaffee. Soso, sagte sie zu mir also an diesem Morgen und drehte sich danach weg um aus dem Fenster zu schauen, hinaus in den Garten.
So war das an diesem Morgen.
Ich nahm mein Schwert und schwang mich auf mein Pferd und ritt davon und hinaus. Riesen auf meinen Weg enthauptete ich. Am Horizont sah ich ein Schloss. Eine Prinzessin wartete dort auf mich. Ich musste sie nur befreien. Sie hatte goldenes langes Haar. Ihr lieblicher Blick und Hüftschwung waren mir bekannt. Hatte YouTube Videos gesehen.
Das Schloss kam näher, aber das Pferd brauchte eine Pause. Ich rastete unter einem Olivenbaum und schlief ein. Wieder aufgewacht war mein Pferd verschwunden. Ebenso mein Proviant. Mit meinem Schwert machte ich mich zu Fuß weiter auf dem Weg. Am Abend kam ich an.
Zwei Wachen am Tor ließen mit sich reden und ließen mich hinein. Zwei weitere musste ich töten um weiterzukommen. Die Treppe hinauf zum Turmzimmer, in dem die Prinzessin gefangen gehalten wurde. Ein Wache stand auch hier vor der Tür und flüchtete beim Anblick meines von Blut tropfenden Schwertes. Ich öffnete die Tür und da war sie. Hübscher noch als auf all den Videos, ganz und gar bezaubernd und lieblich. Sie nahm mich in den Arm und ich ritt mit ihr in den Sonnenuntergang. Mist nein, Pferd war ja weg. Zu Fuß dann und Hand in Hand.
Viel Jahre später ließen wir uns scheiden. Es war besser so. Die Kinder blieben bei ihr, besuchten mich aber regelmäßige auch für länger.
Sie hatte einen Job als Newsanchor gefunden bei Run TV, ein Sender der Klammer Gruppe, die ihrem Vater gehörte. Ich arbeitete als Schnittassistent. Vor einigen Jahren, nach dem Tod ihres Vaters waren wir zurück in das Schloss gezogen in dem ihr Vater sie damals gefangen hielt.
Nach der Trennung suchte ich mir eine kleine und bescheidene Wohnung in der nächsten Stadt und lebte und arbeitet (meist remotely von) dort bis zu meinem Tod.
