Gestern noch hatten wir darüber gesprochen, heute schon war alles vergessen. Schatten auf der Haut, die Sonne kaum gesehen heute.
Ein Zug schleicht durch die verschneite Landschaft. Es ist alles anders. Ein stechender Schmerz im Herz, ich entferne ein Messer.
Blut tropft in den Schnee und das sieht schön aus. Es pumpt unbeeindruckt. Meine Lungen fülllen sich mit eiskalter Luft und geben warme dampfende ab. Wie eine Lock stampfe und dampfe ich durch den Schnee.
Die Klischees verlassen mich. Ganz allein mit mir selbst, diesen Gedanken, der Kälte, dem Schmerz verblute ich kurz vor dem Ziel, im Wald, im Schnee. Ich liege dort und starre in den Himmel, die Kälte kriecht in die letzten Ecken und Ritzen meiner Körpers.
Warmes Blut sprudelt aus mir heraus. Um mich herum tanzen ein paar Gedanken, Sätze und Vorstellungen. Sie lösen sich langsam und nach und nach auf.
Der Zug hält an, Endstation. Ich steige aus.
